New Zealand

Kia Ora!

 

Der  Abschied war schwer.Von ganzem Herzen habt Dank für eure Liebe!
Das Buch liegt an meinem Bett. Ich setzte es hier für euch fort wie Sam, der Frodo zum Schicksalsberg trug, nun die Nachrichten aus Mittelerde weiterschriebt.
Die Maori Geschichte besagt, dass man seinen Teil im Band des Lebens  einwebt, wenn man Neuseeland betritt. Selbst wenn man wieder geht, macht dass nichts, denn ein Teil bleibt im Band eingewebt. Durch dieses Tor trat ich am Flughafen in Auckland.
Nachdem ich total übermüdet im ICE etwas zum Jonsi und Alex schlafen konnte, habe ich Suse am Flughafen in Frankfurt getroffen. Gemeinsam haben wir haben wir im Streik mit Rolltreppenverbot den langen Weg zum richtigen Gate gefunden und in Dubai auf dem Flughafen geschlafen. Leider hatte unser Reisebüro keine Sitzplatz oder Vegetarisches Essen für mich reserviert. Deshalb saßen wir in der Mitte und ich musste mich immer zwischen vernüftigsein und schlafen oder Filmeschauen entscheideJ  Red dog, Real Steal, The Time, Captain Amerika, Tron. The Time ist am sozialkritischten und hat mich sehr bewegt: Jeder Mensch in der Zukunft  hat eine Uhr in Seinem Arm, die mit 25 zu Ticken beginnt. Man altert nicht mehr, stirbt aber sofort  wenn sie abgelaufen ist. Man arbeitet für Zeit und bezahlt alles mit Zeit.
Seit ich hier in NZ angekommen bin, muss ich ständig auf meine neue Uhr sehen um alles zuschaffen. In D hat meine Handyuhr völlig ausgereicht. In eine der ersten Vorlesungen wurde uns gesagt:“ Das einzige was ihr kostenlos zu Verfügung habt, ist eure Zeit. Erfolg hängt nicht nur davon ab, wie gut man ist, sondern vom Zeitmangment.“Und ich habe immer um so härter gearbeitet je knapper es wurde. Ich hätte gern Zeit und Schlaf einfach zum Trinken.
Dann bin ich in Melburn zwischengelandet mit 3Jacken im Gepäck –f..hot! Australien in dieser Region ist sehr trocken. Nach einigen Stunden hat sich mein neuer netter Flugbegleiter, dann auch als Deutscher enttarnt. Wir mussten so lachen.
Der Flug durch die Wolken der Nordinsel Neuseelands hat mich zu Tränen gerührt. Mit  Jonsi &Alex“ Boy 1904“ im Ohr flog ich über den Nationalpark wie zwischen den Hallelujaberge in Avatar. Dieser Moment war unbeschreiblich, noch jetzt rührt er mich tief. Er hatte etwas Heiliges für mich. Mir kamen die Tränen, so schön war es. Die ziehenden Wolken von oben über diesen satten Wäldern. Bitte wecke mich nicht, wenn ich träume! Es sei denn es gibt Essen im Flugzeug.) Die Emerate mit denen ich  über 30Stunden geflogen bin sind wirklich unschlagbar: zum stilechten Tomatensaft in 10000m Höhe gab es sogar Tabasco, Nachts LED Sternenhimmel und Minnilaptops  mit Touchscreen in der Lehne.
Am Flughafen von Auckland stand ein geschnitztes Tor. Als mich der Falke und die Figur mit der langen Zuge begrüße wusste ich: Hier war ich richtig. Die Legende sagt:
Ich hatten noch eine Tag das Gefühl zu fliegen und das sich der Boden unter meine Füßen bewegt.
Da die Uni um 5pm schon zu hatte, habe nach 40stunden unterwegs gleich noch einen Rundgang in Auckland bis runter zum Hafen gemacht. Dort habe ich das Rainbow Warrior Memorial gefunden. Fotograf starb als sie versenkt wurde. Als altes Greenpeace Mitglied haben wir mit den Zwillingen in Hamburg waren wir Rainbow Warrior IV zur Jungfernfahrt besichtigt.

My new sucking hobby: Trying everything to get enrolled and break the system.

“Arts student think more creative and individual.” Stand in dem Artikel.  Das heiß ich muss meinen Weg hier selber finden. Von 10 Personen die hier einen Job im Servicebereich haben, hat einer max. zwei das wissen und das wollen dir wirklich weiterzuhelfen. Das Bürokratiesysthem ist sehr undurchsichtig: sagte der Direktor der Film Akademie und meinte es lag wiedermal am International Office, das meine Bewerbung falsch weitergeleitert wurde. Die Fristen für die internen Prozesse sind vorbei und ich komme nicht mal mehr auf die Warteliste. Obwohl ich postgraduate bin kann ich hier nur undergraduate Kurse belegen. Für die Studengeführen, die für nichtneuseeländer 4 mal so hoch sind, bekomme ich nicht mal einem Certificate. Nachdem die Agentur schon die Bewerbungsfrist in Wellington verpasst hat, hat sie hier auch meine Kurse falsch angegeben, so dass ich jetzt keine Chance mehr habe reinzukommen. Und ich habe wirklich alles versucht , seid dem ich hier angekommen bin. Ich ich nur am kämpfen. Ich habe es sogar bis zu den Direktoren beider Fakultäten geschafft. Aber selbst das heißt noch nichts. Ich bin nicht die einzige und neulich haben wir bei m Billard im Rahmen der stressigen International wellcome week schon um enrold papers gespielt. Eins lernte ich ziemlich schnell „these sythem sucks!“

Flathunt

Ich dann großes Glück gehabt, vielleicht sollte es auch so sein.
Nachdem ich schon in Deutschland  verzweifelt versucht habe mich bei dem einzig guten Anbieter Trade Me anzumelden. ( Ich habe jetzt ca. 8 E-Mail Adressen mehr) und half mir wahrscheinlich das freundliche Support Team Kontakt weiter.Als ich meiner Vermieterin im Vorort zugesagt habe,  motiviert hat doch noch weiter nach etwas im Zentrum zu schauen. Endlich fand ich funktionierendes freies  WIFII und hatte knapp eine Stunde Laptopakku.(Solange ich nicht enrold bin, erhalte ich kein ID Card und auch keinen Internetzugang in der Uni“ That sucks!“ und bei den hohen Studiengebühren sehe ich es nicht ein in ein teures Internetcafé gehen zu müssen). Siehe da ich hatte nicht mehr daran geglaubt- aber aufgeben tue ich nicht! Ich hatte Zugang zu Tread me und die erste Vermieterin die ich anrief war der goldene Griff. Ich hungrig und müde gleich noch zur Besichtigung. Just in time, denn meine Hostelbuchung war zu Ende. Zum Glück, denn ich wurde im Bett von irgendetwas total zerstochen und wenn meine Mitbewohnerin dann um 3Uhr Nachts kam, piepte entweder ständig ihr Handy oder sie schnarchte so laut, dass selbst Ohropax nicht bringen. Aber zum Schluß haben wir uns gut verstanden und Nummern ausgetauscht.
Die Küche des Internationalen Hostel war ein Umschlagplatz für Erfahrungen und Reisetipps. Spätesten wenn dich um 1Uhr jemand, dessen Namen du noch nicht mal kennst, um Rat in Liebesangelegenheiten seines Freundes am Telefon bittet, kommt Familyfeeling auf. Ich habe lange nicht zu intensiv und persönlich mit Travelern geredet wie in den 5 Tagen.

Das Loft mit Meeresblick

Und es ist ein Traum: ein Loft 50m vom Sky Tower entfernt und 25min zu Fuß zur Uni. Es hat eine großer Glasfront mit Blick zum Meer und im Hafen einlaufendem Segelschiffen. Mein Doppelbett steht vor dem Balkon.  Auf dem Dach gibt es zudem Pool und ein Gym. Und im Gegensatz zu anderen muss ich für Internet (hier gibt es keine Flatrates) und Nebenkosten nichts extra zahlen. Die Miete ist pro Monat so viel wie viele hier für eine Wochen zahlen. Dafür ist mein Bett aber auch im Wohnzimmer wie auf dem Präsentierteller, sprich Privatsphäre muss ich mir abgewöhnen, und wenn der erste Wecker um 5.20klingelt werde ich trotz Ohropax und Schlafmaske wach, weil sie dann durch mein Zimmer in Bad und offene Küche müsse. Ich wollte ja schon immer nach Indien und jetzt wohne ich mit 3 Indern in 3 Zimmer zusammen. Sie ist Yoga Lehrerin und Teacher und wir wollen zusammen üben, die Jungs arbeiten im Skytower. Es sind wirklich 19 jährige niedliche Frauenachtende Jungs. Spätesten als ich im Bad die Olivenölflasche zu Ölziehen(Mundhygiene) sah, musste ich lächeln.Die ist Vegi und einer Veganer, also beschloss der Dritte hier auch Vegetarisch zu leben. Es sind übrigens 4 Inder und ich auf 50m². Wellcome to my Little India.
Das Leben spielt sich in meinen 12 m² Wohnzimmer ab. Original Indische Filme oder TV werden leider neben meinemzBett zu Essen und Schischa gesehen. Dass ist schon ganz schön anstrengend, denn abspannen oder geht da nicht mal wenn ich nach Hause  komme. Ich muss echt aufpassen nicht auszubrennen, mein Augenlied zuckt schon vor Überanstrengung. Das Leben hier fordert einfach alles. Never stopp fighting! Never give up never! Never loose your hope!

Lebenskosten

Die Tage hier sind so anstrengend, dass ich wirklich aufpassen muss nicht auszubrennen. Mein Auge zuckt schon vor Überanstrengung und das Essen ist hier so teuer, dass man es sich 2mal überlegt. Es kostet wirklich alles 2-3mal soviel es gibt kein Essen im Campus unter 5€ und das ist dann ein halber Dürüm. Obwohl sie eigentlich Schafe und Kühe haben, sind Käse und Milch ist hier so teuer, dass ich fast Veganer werde. 200g günstigster Schmelzkäse für 8,2€ und 1,5l Milch für 2,5€. Ich hab mir jetzt einen Liter Olivenöl für 3€ statt 1 Stück Butter für 4,5€ geholt. Gestern habe ich die Lunchbreak vergeblich dafür aufgewendet einen einzelnen Apfel für unter 90cent zufinden. Nicht weil es nicht habe, sondern weil ich es nicht einsehe. Gestern habe ich diese Sachen einem günstigsten Discounter gekauft. Ich glaube ich esse hier unfreiwillig nach Trennkost. Ich bin froh diesen einen Supermarkt gefunden zu haben, weil es hier nur tausende kleine eingewanderte Asia, Korea, Indien..-märke gibt und mach schon Glück haben, muss um das hinter den chinesischen Buchstaben Verpackte auch essen zu können. Oder man den schärfegehalt selbst Tage später noch beim Wassertrinken am wunden Gaumen nachspürt. Und ich esse schon scharf!)

German Tutor

ich werde nach einem Job suchen, wenn ich Zeit dafür haben, den die Uni hat eine 38Stunden Woche. Vorerst bin ich Deutschlehrerin
Ich unterrichte ein englischsprachiges Mädchen, das ich Au-pair in Wien machen will und sie hat schon jetzt einen österreichischen Dialekt.) Ich habe ihr erst mal Wiener Walzer tanzen gelernt und erzählt wie wir zu Silvester auf der Donaubrücke original zu“ Auf der schönen blauen Donau“ getanzt habenJ Wir verstehen uns super und sie meint das 90% von dem was ich ihr in beim ersten Treffen beigebracht habe, sehr gut waren. Der Rest war die Schwierigkeit deutsche Wörter richtig auf Englisch zu buchstabieren und umzuschalten. Unsere Grammatik hat es echt in sich für Nichtdeutsche. Zum Glück kann ich gut erklären.

Das Leben hier

Dadurch, dass alles bis auf die Maori hier eingewandert sind ist es unfassbar multikulturell, laut und vielseitig. Man muss aufpassen nicht unterzugehen und in diesem Multipot unterzugeben. Es ist ist hier sowas von hügelig 30° Steigung und dann gleich wieder Gefälle machen die Wege zur zeitaufwendigen Wanderung. Die Frage nach der eigenen Identität ist überall präsent. Bin ich Deutsche oder Teil von Allem. Hier sind so viel Rassen und Mischling und Kulturen und Religionen und… Gerade als Detailfreak der alles erleben und erfahren will und in sich aufsaugt. Es ist sehr laut, hecktisch und anstrengend. Zum Ruhe finden, lege ich mich gern unter einen dieser unfassbaren alten und riesigen Bäume, die selbst in den Parks majestätisch und stätig verwurzelt sind. So wer bin ich, wenn ich mich und alles um michherum sich stätig wandelt? In meinem Innern ist eine schöpferische Kraft…

Dresscode: Bad Taste

Corientation Week Party mit Dresscode und ich habe so viele geniale Kleider…zu Hause!J Aber ich muss doch meinem Namen als Künstler alle Ehre machen. Und es gibt ja schließlich noch keinen Ruf den es zu verteidigen gilt. Dieses Gefühl  ist so großartig: die Freiheit sich selber neu erfinden zu können. Jetzt und jetzt und hier, immer wieder neu.

Kurze Beschreibung wie es zum Dress kam und wohl bemerkt: es musste das Beste werden, auch weil es eine Adventurtripp zu gewinnen galt…
Ich hatte 1 Stunde bis es los ging und es hat den ganzen Tag subtropisch warm geregnet, sehr anstrengend für den Kreislauf. Dass was ich in der Wohnung nicht habe, ist Privatsphäre.
Ich war so befreit, als ich mittags duschen konnte ohne, dass jemand da war. Ich konnte einfach mal nackt vor dieser weiten offenen Hafenskyline und mit meiner Musik durch die Wohnung springen. Akku aufladen pur.
Am nächsten Morgen dachte ich auch, dass ich allein wäre. Nun ja.
Ich hatte keine Lust wie die anderen viele Dollar in einem Verkleidungsladen zu lasse, also nahm ich mir vor, dass mein Kostüm null Cent kosten solle.
Man nehme: ein paar schwarze Flipflops (Giveaway der Jesusfreaks), da ich ja nur meine Allrounder Turnwanderschule an den Füßen habe und leider keine Stiefel. Und einen transparentblauen Raincout als eldeldesigner Kleid, samt Strapsen, Tauchermaske….Make up, fertig: Psycedelic Maremade. Und? I realy made it! Schaut euch das taffe Siegerfoto an! Es ist unglaublich wie heiß es unter der Folie ist und mit der Maske und Schnorchelatmung es schon heftig, aber hat auf jeden Fall was. Ich hab den ganzen Abend tapfer in Flip Flops gerockt, neben mir eine Hally Berry – farbige Ladys können sich schon sehr sexy bewegen. In schwarzlichtaktivem Bikini und hautenger Folie tanzen hat auch was.) Es war eine unglaublich mainstreamlastige Mukke zum gemeinsamen darüber Auslassen am Start, aber ich habe lange nicht mehr Leute so ausgelassen und verrückt abgehen sehen. Crasy international party.

Der weise Mann am Meer

Frage jemanden nach dem Weg, komme nicht dorthin  wohin du gelagen wünschtest, sei aber um Erzählungen reicher.
Ich wollte auf dir Halbinsel Devonpot.. laufen, weil die Fähre teuer ist und es ja schließlich eine Brücke gibt von der man übrigens auch Bungi jumpen kann. Also los meine Moonrockboots würden mich schon dahin bringen. Ich finde eigentlich intuitiv meinen Weg , das Problem sind meist menschliche Bauwerke dazwischen. Wer baut die einzige Brücke in Auckland nur für Autos? Ich fragte einen Mann. Der lächelte & erklärte mir geduldig auf meiner Karte wie ich durch das Einbahnstraßengewirr den Weg zur Fähre fände. An der nächsten Ampel hatte ich in eingeholt und wir liefen zusammen weiter. Daraus entwickelte sich ein nachmittagsfüllenden Gespräch über Gott und die Welt an endeten mit Caffeé an der Anlegestelle an Hafen.Als ich ihm von Paulo Coehlo erzählte, erklärte er mir warum Juden, Mosmels und Christen sich nicht verstehen, obwohl sich doch alle von Abraham abstammen. Wir diskutierten über den Ost/West Verhältniss in Deutschland. Für einen Amerikaner wusste er wirklich viel von unserer Außenpolitik. Und als wir vor dem zwischenzeitlichen Siegerschiff der Neuseeländer zum Americans Cub gab es eine Einführung ins Segeln. Er hatte eine unglaubliche einfühlsame Art Wissen respektvoll weiterzugeben.“Er hatte seine Projekte, jetzt sind wir die jüngere Generation dran, die Welt weiterzubringen. Er nannte einige Probleme mit der unsere Generation fertig werden müsse. Ich mit meinem ästhetischen Gespür würde sie schöner gestalten.  ..“ We´ll see.

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One Response

  1. Patrick says:

    Ah, jetzt hab ich den Trick raus, das hier endlich lesen zu koennen 🙂
    Da hast Du ja eine aufregende und anstrengende Startwoche hingelegt.
    Ist schon sehr sehr aergerlich und eine Frechheit von der Agentur, die Du extra damit beauftragt hast sich um diesen organisatorischen Kram zu kuemmern und die einfach nur Mist bauen, das war ja schon so als Du noch hier in D warst. Da muss man eigentlich sein Geld zurueckverlangen, in Neuseeland scheint es sich ja nicht gerade billig leben zu lassen!
    Aber ich glaub an Dich und dass Du Deinen Weg findest und gehst, natuerlich immer mit ein paar Huepfern nach rechts und links auf die Spielwiese des verrueckten Lebens dort 😀

    LG Patrick

    P.S.: eigentlich kann ich doch die Umlaute benutzen, Du hast ja Deinen eigenen Rechner mit, oder?